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Zielsetzung und Anlass des Vorhabens
Durch Schaderregerprognosemodelle wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln optimiert und somit eine deutliche Verringerung von Umwelteinträgen erzielt. Die Prognosemodelle basieren auf Wetter- sowie Schlagdaten. Insbesondere die Bodenfeuchte und in diesem Zusammenhang die Bodenart, welche bei vielen Schaderregern als beeinflussende Faktoren erkannt wurden, finden bei der Prognose nur wenig Anwendung, da ihr Einfluss bisher nur in geringem Umfang parametrisiert werden konnte. Deshalb soll die Bodenfeuchte in die Prognosemodelle dreier ausgewählter Schaderreger integriert werden, um eine bessere räumliche und zeitliche Vorhersage zu erreichen. Durch eine verbesserte Terminierung der Pflanzenschutzmitteleinsätze kann die Anzahl der Behandlungen insgesamt verringert werden und es können dadurch Pflanzenschutzmittel eingespart werden.
Darstellung der geplanten Arbeitsschritte
Um eine bessere räumliche und zeitliche Prognose des Schaderregerauftretens zu ermöglichen, ist eine Integration der Faktoren Bodenfeuchte und Bodenart erforderlich. Die Grundlage hierfür bildet eine Verknüpfung des Wissens über den Verbleib, die Entwicklung bzw. das Verhalten von Schaderregern bei unterschiedlicher Bodenfeuchte. Hierfür sollen Untersuchungen durchgeführt werden, die die Parametrisierung der Bodenfeuchte bei der Schaderregerprognose erlauben. Für die Entwicklung einer geeigneten Methode werden beispielhaft die drei Schaderreger Phytophthora infestans, Fusarium graminearum bzw. culmorum und die Larven der vier wichtigsten Elateridenarten A. lineatus, A. obscurus, A. sordidus und A. sputator (Drahtwürmer) herangezogen.
In einem zweiten Schritt muss mithilfe von GIS eine flächendeckende Berechnung der Bodenfeuchte mittels Simulationsmodellen durchgeführt werden. Ebenfalls über GIS können dann die interpolierten Wetterdaten mit kleinräumigen Bodenkarten und den Radarniederschlagsdaten des Deutschen Wetterdienstes (siehe „Radolan - Validierung von Radarniederschlagswerten und Verwendung in Prognosemodellen“) flächendeckend verknüpft werden, wodurch alle wichtigen Eingabegrößen bei der Berechnung des standortspezifischen Bodenwasserhaushalts zur Verfügung stehen.
Zuletzt sind die erarbeiteten Grundlagen zum Einfluss von Bodenfeuchte bzw. Bodenart auf das Schaderregerauftreten in die dazugehörigen Modelle der ZEPP in einem „Bodenmodul“ zu integrieren. Die Ergebnisse sollen bereits während der Projektlaufzeit in das Internetportal www.isip.de integriert werden, so dass die Praxisanwendung getestet werden kann.
Laufzeit:
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01.05.2009 - 30.04.2012 |
| Förderer: |
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) |
| Ansprechpartner: |
Jeanette Jung
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| Links: |
www.dbu.de |
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