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Elektronischer Beratungsassistent 2.0

Laufzeit:

01.01.2019 - 31.12.2021

Projektleitung:

ISIP e.V.

Ansprechpartner:

Markus Melder


Entscheidungshilfen für den Pflanzenschutz via Smartphone

Projektziele

Ziel des Projektes E-BAs2 ist die Entwicklung einer Smartphone APP, welche mittels Eingaben wie Saatzeitpunkt, Bearbeitung und Bodenart sowie aktueller Wetterdaten Entscheidungshilfen für die bedeutendsten Krankheiten im Getreideanbau bereitstellt. Dabei liefert das Ontogenesemodell SIMONTO dem Anwender Informationen über das Entwicklungsstadium seiner Kultur und bildet damit auch den Grundstock für den terminlichen Aufruf weiterer Entscheidungshilfen zur Prognose von Schaderregern. Die Unterstützung reicht von der Prognose der tagaktuellen Infektionsrisiken bis zu Hinweisen und Warnungen sowie Beratungsinformationen und regionalen Befallserhebungen. Dies erhöht die Verfügbarkeit wichtiger Daten und erweitert die Möglichkeiten des Integrierten Pflanzenschutzes.

Ausgangsversion

Mit der ersten Version konnten mit dem auf Winterweizen beschränkten E-BAs umfassende Beta-Tests durchgeführt werden, durch die die Funktionalität verbessert und die Anwenderfreundlichkeit getestet wurde. Beispielsweise war das mühelose Anlegen eines neuen Schlages auch auf dem Feld mittels automatischer Geo-Referenzierung bereits hier möglich. Wichtige Erfahrungen wurden gesammelt, wie die bestehenden Entscheidungshilfen und Planungswerkzeuge der ZEPP sinnvoll verknüpft und einer breiten Anwenderschaft zur Verfügung gestellt werden können. So gibt es bereits jetzt Möglichkeiten, Landwirte in ihrer Strategie bei relevanten Blattkrankheiten wie Rosten, Mehltau und Septoria, sowie Halmbruch zu unterstützen.

http://www.zepp.info/images/ZEPP/Projekte/E-BAs/ebas.gif

Aussichten

Das Projekt „E-BAs2: Weiterentwicklung der Anwendung „Elektronischer Beratungsassistent“ für die Getreideproduktion“ greift dieses Konzept auf und optimiert das System für den Einsatz in der landwirtschaftlichen Praxis. Dazu wurde zunächst eine Anpassung des Konzepts an weitere Agrarkulturen vorgenommen und das Angebot an Entscheidungshilfesystemen (EHS) erweitert. Zum Ende der Projektlaufzeit (2022) soll der E-BAs2 alle unter isip.de verfügbaren EHS für Winterweizen, Winterroggen, Wintertriticale und Wintergerste mobil anbieten können.

Der E-BAs2 dient darüber hinaus als Instrument für einen gezielten Wissenstransfer. Das Design ermöglicht eine gleichwertige und parallele Visualisierung der drei Säulen des Warndienstes innerhalb einer Kultur. Die individuellen und tagesaktuellen Prognoseergebnisse, Beratungshinweise sowie Befallserhebungen der Offizialberatung werden auf das individuelle Bewirtschaftungsgebiet des jeweiligen Nutzers zugeschnitten.

Die Ergebnisse und Informationen werden dabei in maximal drei Ebenen untergliedert (Betriebsübersicht – Schlagübersicht – Detailergebnis) und können sowohl in der Kartenansicht als auch im Tabellenformat angezeigt werden.

Der Datenimport erfolgt zunächst über die manuelle Eingabe. Ein automatisierter Import aus bereits bestehenden Schlagverwaltungssystemen sowie eine Datenübertragung innerhalb des Systems werden zum Ende des Projekts ebenfalls möglich sein. Grundsätzlich müssen Schlagdaten aber nur einmal vollständig eingegeben werden, um alle verfügbaren EHS zu bedienen.

Liegen die für die Prognose notwenigen Schlagdaten nur unvollständig vor, wird der Nutzer zu gegebener Zeit via Push-Notification darüber benachrichtigt. Der Zeitpunkt der Benachrichtigung richtet sich nach dem für den Schaderreger relevanten BBCH-Stadien und orientiert sich an der schlaggenauen Prognose der Bestandesentwicklung. Optionen zur Individualisierbarkeit der Benachrichtigungsfunktionen runden das Konzept ab und ermöglichen dem Nutzer eine Personalisierung ganz im Sinne des jeweiligen Betriebs.

Der Elektronische Beratungsassistent wird als Hybrid-App mit dem Framework IONIC für die Betriebssysteme Android und iOS zur Verfügung stehen. Eine Verwendung der noch relativ neuen Progressive-Web-App-Technologie ist angedacht.

Zudem kann das Tool der Beratung als Unterstützung dienen und so die Betreuung eines jeden Landwirtes erleichtern sowie verbessern.

Damit kann nicht nur ein Beitrag für gesunde Pflanzen geleistet werden, sondern ebenso für ressourcenschonenden Mitteleinsatz und letztlich auch den Umweltschutz.

 

Förderer und Projektpartner